Suche::

Pressemitteilung vom 24.01.2012

Moderne Landwirtschaft braucht verantwortungsvolle Investoren

IAMO-Fachpodium war Besuchermagnet auf dem Global Forum for Food and Agriculture im Rahmen der Grünen Woche 2012

Mehr als 250 Gäste kamen am Freitag, dem 20. Januar 2012 zum Fachpodium des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung- in Mittel- und Osteuropa (IAMO) auf dem Global Forum for Food and Agriculture, das jährlich vom Landwirtschaftsministerium im Rahmen der Internationalen Grünen Woche ausgerichtet wird. Die Veranstaltung mit dem Titel „Agrarinvestitionen in Russland, Ukraine und Kasachstan – ,Land Grabbing‘ oder Entwicklungschance?“ vereinte Perspektiven hochrangiger Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.


Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor am IAMO und Leiter der Abteilung Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum, wies in seinem Einführungsvortrag darauf hin, dass sich die Agrarproduktion in Russland, der Ukraine und Kasachstan entgegen der optimistischen Erwartungen zu Beginn des Transformationsprozesses und trotz weltweit gestiegener Nachfrage nur sehr schleppend entwickelt habe. Vielfach sei es zu einer Stilllegung von Agrarflächen gekommen. Nach Schätzungen des IAMO belaufen sich die Zahlen allein für das europäische Russland auf 27 Millionen Hektar. Die zunehmenden Anforderungen an die Akteure in der Wertschöpfungskette und der technische Fortschritt machen moderne Landwirtschaft wissens- und kapitalintensiv. Eine erfolgreiche Agrar- und Ernährungswirtschaft brauche deshalb Investoren, die über ausreichend Risikokapital und das entsprechende Know-how verfügen und dieses in die Betriebe transferieren. Aus Sicht von Balmann stellen ausländische Investitionen daher grundsätzlich eine Entwicklungschance für Osteuropa dar.