Pressemitteilung vom 25.01.2012
Gestern Dioxin und EHEC, heute Antibiotika - und morgen?
Das BfR feiert sein 10-jähriges Jubiläum unter dem Motto Krisen vermeiden, bevor sie entstehen
Sind mit dem Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion gesundheitliche Risiken verbunden? Wie sicher sind Lebensmittel in Deutschland? Welche Ereignisse stellen aus wissenschaftlicher Sicht ein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher dar? Mit welchen Krisen müssen wir in Zukunft rechnen? Zehn Jahre nach Gründung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zieht der Präsident des Professor Dr. Dr. Andreas Hensel eine positive Bilanz. „Lebensmittel in Deutschland sind sicher, dennoch müssen wir stets auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet sein. Unser Ziel ist es, Krisen zu vermeiden, bevor sie entstehen." Mit seiner wissenschaftsbasierten Risikobewertung gibt das BfR wichtige Impulse für den gesundheitlichen Verbraucherschutz innerhalb und außerhalb Deutschlands.
Allein im vergangenen Jahr haben zahlreiche Ereignisse die Schlagzeilen beherrscht. In der ersten Hälfte des Jahres 2011 erregten erhöhte Dioxin-Gehalte bei Eiern und Fleisch die Gemüter. Der EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 hatte über 50 Todesfälle zur Folge und war der größte lebensmittelbedingte bakterielle Ausbruch, den es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. In der zweiten Jahreshälfte 2011 wurde die Diskussion über die Auswirkungen des Antibiotika-Einsatzes in der Tierproduktion, unter anderem durch eine neue Studie im Auftrag des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums, wieder entfacht.
