Welche Bedeutung hat die biologische Vielfalt für Agrarlandschaften?
In Jahrmillionen hat sich auf der Erde eine enorme Vielfalt an Lebensformen und Lebensräumen entwickelt. Der Mensch nutzt und verändert diese Vielfalt. Nutztiere und Kulturpflanzen sind aus dieser Beziehung von Mensch und Umwelt hervorgegangen.
Die Vielfalt der in Landwirtschaft, Gartenbau und Forst lebenden Tiere und Pflanzen macht einen bedeutenden Teil der biologischen Vielfalt unserer Erde aus. Sie bildet unter anderem die Grundlage für eine sichere und gesunde Ernährung der Menschen. Die Erhaltung der Vielfalt der Lebensräume, der Artenvielfalt und des Formenreichtums innerhalb von Arten sichert die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen. In der Konsequenz unsere Ernährungs- und Lebensgrundlage.
Vielfältig sind daher auch die Forschungsthemen an denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Kontext mit Biodiversität arbeiten. Einige Beispiele aus unserem Forschungsbereich möchten wir Ihnen vorstellen:

Welche Funktion haben Brachen?
Welchen Einfluss hat der Umbruch von Brachen auf Brutvögel in der Agrarlandschaft?
Wissenschaftler des JKI bewerten in einem Projekt den Einfluss von Nutzungsänderungen bzw. den Wegfall von Ackerbrachen auf die biologische Vielfalt.

Gemüsevielfalt oder Vielfalt auf dem Gemüse?
Gemüse essen ist gesund, diesen Grundsatz lernt jedes Kind spätestens in der Grundschule. Aber warum? Ballaststoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe...und was ist mit den Millionen Bakterien auf dem Gemüse?

Intensives oder extensives Grünland?
Sind extensive Grünlandflächen wichtig? Woran erkennt man sie?
In einem Projekt für das Land Brandenburg indentifizieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZALF Kennarten extensiven Grünlands.

Vielfalt im Boden
Wussten Sie, dass in einem Gramm Boden mehr Mikroorganismen leben als Menschen auf der Erde? Wie viel Vielfalt braucht ein gesunder Boden?

