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Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa

Seit seiner Gründung 1994 begleitet das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) die Entwicklungsprozesse der Land- und Ernährungswirtschaft in den dortigen Ländern. Das IAMO leistet als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Bewältigung der tief greifenden strukturellen, institutionellen und politischen Veränderungsprozesse in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie der ländlichen Räume Mittel- und Osteuropas. Zugleich nutzt das IAMO seine Kenntnisse für die Auseinandersetzung mit vergleichbaren Entwicklungen in der EU, in potenziellen EU-Beitrittsländern sowie in Zentral- und Ostasien.

Tätigkeitsgebiete

Das IAMO-Gebäude in Halle/Saale

Das IAMO-Gebäude in Halle/Saale

Im Zentrum der Untersuchungen stehen die Veränderung der agrarpolitischen Rahmenbedingungen, die Entwicklung der Agrarmärkte sowie der Strukturwandel auf Unternehmensebene und im ländlichen Raum. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit bilden bisher die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die mit dem Beitritt mittel- und osteuropäischer Staaten zur Europäischen Union verbunden sind, und die marktwirtschaftliche Umgestaltung des Agrar- und Ernährungssektors in den ehemaligen GUS-Staaten, vor allem in Russland, der Ukraine und Weißrussland.
Zunehmend rücken aber auch entsprechende Entwicklungsprozesse auf dem Balkan, in der Türkei, dem Kaukasus, Zentralasien und China als künftige EU-Nachbarn und Wirtschaftspartner in das Interessenfeld des IAMO.

Aufgaben und Struktur

Folgende Aufgaben nimmt das Institut wahr, um die strukturellen Veränderungen im Agrarsektor der genannten Regionen nicht nur zu verstehen, sondern auch zu bewältigen:

 

  • die Untersuchung der wirtschaftlichen und sozialen Implikationen dieser Prozesse,
  • die Bereitstellung von Orientierungshilfen für die am Umwandlungsprozess Beteiligten,
  • die Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
  • der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse durch Veröffentlichungen, internationale Kooperationen und Tagungen.


Ein besonderer Schwerpunkt der Ausbildungstätigkeit des IAMO liegt auf der Förderung des akademischen Nachwuchses aus den Partnerländern. Das Institut dient gleichzeitig als Forum des Austausches wissenschaftlicher Erkenntnisse und Lösungsansätze und fördert so die europäische und globale Vernetzung der agrar- und ernährungsökonomischen Forschung und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Anwendungsorientierte Grundlagenforschung bildet den Kern der wissenschaftlichen Arbeit des IAMO. Der Forschungsbereich des Instituts gliedert sich in drei Abteilungen:

 

  • Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse,
  • Agrarmärkte, Agrarvermarktung und Weltagrarhandel,
  • Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum.

Struktur

Das IAMO verfügt über 38 Planstellen, davon 24 für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Hinzu kommt eine wechselnde Zahl von Drittmittelstellen. Die Grundfinanzierung erfolgt jeweils zu 50 % durch den Bund (BMELV) und das Land Sachsen-Anhalt.

 

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