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Gesunde Ernährung, Verbesserung des Ernährungsverhaltens und der Ernährungsinformation

Hauptziel 1

Sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel sind zwar Voraussetzung, aber allein noch kein Garant einer gesunden Ernährung. Der ernährungsphysiologische Bedarf, die gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln und deren Bestandteilen sowie die Faktoren, die das Ernährungsverhalten prägen, bedürfen in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Bewegungsverhalten und Gesundheitszustand der Konsumenten weitergehender Forschung. Im Fokus der Ernährungspolitik steht derzeit die Frage, welche Faktoren die Entstehung von Übergewicht, Fehlernährung und ernährungsmitbedingten Krankheiten verursachen oder begünstigen und wie Ernährungskommunikation effizienter gestaltet werden kann. Es sind die Bestimmungsfaktoren des Ernährungsverhaltens und die Wirkungszusammenhänge von Ernährung und Bewegung zu untersuchen sowie die Wirksamkeit entsprechender Präventionsansätze wissenschaftlich zu prüfen. Dies schließt Fragestellungen zu ernährungsmitbedingten Krankheiten und Fehlernährung mit ein. Dabei sind neben naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auch verstärkt sozialwissenschaftliche Aspekte zu berücksichtigen, um anwendungsorientiert aufzuzeigen, welche Faktoren es Menschen erleichtern, ihr Verhalten nachhaltig zu ändern.

Hauptziel 1 ist mit Hauptziel 2 (Nachhaltige Landwirtschaft) und den Hauptzielen 5, 6 und 7 (Lebensmittelqualität, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Verbraucherschutz) eng verknüpft.

Die Hauptaufgaben im Einzelnen:

  1. Untersuchungen über ernährungsphysiologisch wirksame Stoffe sowie zur ernährungsphysiologischen Wirkung von Lebensmitteln und Lebensmittelinhaltsstoffen.
  2. Untersuchungen zur gesundheitlichen  Wirkung der Ernährung, einzelner Lebensmittel sowie von Nahrungsbestandteilen, auch hinsichtlich Allergien und Unverträglichkeiten.
  3. Weiterentwicklung von Monitoringverfahren und deren Durchführung bei Ernährungsfragen.
  4. Untersuchungen zum Informations- und Kommunikationsverhalten von Verbrauchern sowie Entwicklung von Strategien für eine effektive Ernährungskommunikation.
  5. Bestimmungsfaktoren des Ernährungsverhaltens, einschließlich Untersuchungen zu Erkrankungen, die mit Fehlernährung und Bewegungsmangel in Verbindung stehen sowie zur Wirksamkeit verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen.
  6. Untersuchungen zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Aussagen bei der Vermarktung von Lebensmitteln sowie zu Warnhinweisen.

 

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